Geschichte der KI – Teil 17

Expertensysteme, ihre Grenzen und der Zweite KI Winter (1980er bis 1990er)

Der Erste KI Winter hatte die akademische Forschung in eine Krise gestürzt, doch in den frühen 1980er Jahren erlebte das Feld eine unerwartete Wiederbelebung durch kommerzielle Anwendungen. Die Lösung lag in der Spezialisierung: Expertensysteme fokussierten sich auf eng definierte Probleme und brachten der KI kurzzeitig Ruhm und Geld. Ihr Scheitern führte jedoch schnell zum Zweiten KI Winter, der das Ende der symbolischen Dominanz besiegelte und einen tiefgreifenden Paradigmenwechsel in der Forschung erzwang.

Die Geschichte der KI ist ein über Jahrtausende gewebter Teppich, der von Mythen, Magie und mechanischer Präzision durchzogen ist. Es ist eine fortlaufende Erzählung, die bis heute spannend ist und deren neuestes Kapitel gerade jetzt mit rasanten Entwicklungen fortgeschrieben wird. 

Wir, die GEO Agentur seowerk GmbH, machen unsere Kunden in diesen neu entstehenden KI Systemen sichtbar.

Der Aufstieg der Expertensysteme

Expertensysteme waren das Ergebnis einer realistischeren Zielsetzung der symbolischen KI. Anstatt zu versuchen, die gesamte menschliche Intelligenz zu modellieren, konzentrierten sie sich darauf, das Wissen eines menschlichen Experten in einem spezifischen Bereich zu replizieren.

Die Struktur eines Expertensystems bestand aus:

  • Wissensbasis: Eine Datenbank, die das Fachwissen in Form von Wenn Dann Regeln enthielt.
  • Inferenzmaschine: Ein Programm, das diese Regeln nutzte, um Schlussfolgerungen zu ziehen und Probleme zu lösen.

Der Erfolg war zunächst spektakulär. Programme wie MYCIN (zur Diagnose von Blutinfektionen) oder DENDRAL (zur Analyse chemischer Strukturen) erreichten oder übertrafen die Leistung menschlicher Experten in ihre

Der Kommerzielle Boom

Dieser Erfolg führte zu einem kommerziellen Boom. Start ups, die Expertensysteme entwickelten, schossen aus dem Boden, oft unterstützt durch teure, auf die Programmiersprache LISP spezialisierte Hardware (LISP Maschinen). Unternehmen wie DEC und Texas Instruments investierten massiv in diese Technologie, überzeugt, dass Expertensysteme die Produktivität revolutionieren würden.

Die akademische KI war gerettet. Fördergelder flossen wieder, und der Optimismus kehrte in gedämpfter, kommerziell orientierter Form zurück.

Das Scheitern und die Inflexibilität

Die Euphorie währte jedoch nicht lange. Das kommerzielle Potenzial der Expertensysteme wurde durch ihre inhärenten Schwächen schnell begrenzt:

  • Wartungshölle: Jedes Expertensystem musste manuell gewartet werden. Die Regeln änderten sich ständig mit neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das Aktualisieren der Wissensbasis war extrem zeitaufwendig und teuer.
  • Sprödigkeit (Brittleness): Die Systeme funktionierten nur innerhalb ihrer exakt definierten Domäne. Sobald sie auf ein Problem stießen, das außerhalb ihres Regelwerks lag, lieferten sie unsinnige Ergebnisse oder versagten komplett. Sie besaßen kein allgemeines "Common Sense" Wissen.
  • Kosten der Hardware: Die Abhängigkeit von teuren LISP Maschinen machte die Systeme unerschwinglich, als billigere PC und Workstations aufkamen, die in C oder C++ programmiert waren.

Der Zweite KI Winter (Ende der 1980er)

Als die kommerziellen Erträge die hohen Wartungskosten nicht mehr decken konnten, brach der Markt für Expertensysteme zusammen. Die LISP Maschinen Firmen gingen bankrott, und Investoren zogen sich erneut massiv zurück. Dieser Zweite KI Winter war härter als der erste, da er direkt aus dem Versagen einer kommerziell erfolgreichen Technologie resultierte.

Die Folge war eine fundamentale Verschiebung im Forschungsansatz:

  • Absage an die Symbolik: Der symbolische Ansatz, der versuchte, Intelligenz durch manuell kodierte Regeln zu schaffen, war diskreditiert.
  • Weg zum Lernen: Der Fokus verlagerte sich radikal auf das Maschinelle Lernen. Forscher suchten nach Methoden, die es der KI erlaubten, Regeln und Wissen automatisch aus Daten zu extrahieren, anstatt sie von Hand kodieren zu müssen.

Der Zweite KI Winter zwang die Forschung zur Selbstkritik und ebnete den Weg für das statistische Zeitalter, in dem neuronale Netze und Algorithmen das Feld dominieren sollten.

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OpenAI betreibt einen eigenen Suchindex. Eine aktuelle Analyse von RESONEO zeigt, dass der interne Index mit dem Codenamen labrador bereits den Großteil der Suchergebnisse in der kostenlosen Version von ChatGPT liefert. In den Bezahlversionen stützt sich das Unternehmen zwar nach wie vor stark auf gescrapte Google-Ergebnisse, doch die Gewichte verschieben sich. Für Website-Betreiber ändern sich damit die Regeln für Sichtbarkeit.
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Ein einzelner Modellwechsel verändert, welche Inhalte in KI-Antworten auftauchen. Nach dem Rollout von GPT-5.6 sank der Anteil von Listicles in den ChatGPT-Citations um die Hälfte, der Anteil von Vergleichsseiten um knapp ein Drittel. Gleichzeitig zitiert das Modell Marken häufiger direkt von deren eigenen Websites.
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Google verändert den Aufbau der AI Overviews. Bei einzelnen Suchanfragen entfällt der gewohnte „Mehr anzeigen“-Button, stattdessen erscheint die vollständige KI-Antwort mit einem Eingabefeld für den AI Mode. Google hat das Vorgehen bestätigt und erklärt, dass es bei bestimmten Suchanfragen sinnvoller sei als das bisherige Setup. Die organischen Suchergebnisse rutschen dadurch weiter nach unten.
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Die Google Search Console schließt eine Lücke, die viele Content-Ersteller lange beschäftigt hat: Wie schneiden Beiträge auf Plattformen wie Instagram, TikTok, X oder YouTube eigentlich in der Google-Suche ab? Mit dem neuen Property-Typ Platform Properties lässt sich das ab sofort direkt in der Search Console nachvollziehen. Wer bislang auf plattforminterne Statistiken angewiesen war, erhält damit erstmals eine Sicht auf die Suchperformance seiner Social- und Videoinhalte.
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ChatGPT griff lange Zeit vor allem auf Google zurück, um seine Antworten mit aktuellen Informationen anzureichern. Ein neues Datenfeld in der Kommunikation zwischen ChatGPT und dem Browser deutet nun darauf hin, dass sich das ändert. Das Feld heißt „result_source“ und weist dort in bestimmten Fällen den Wert „bing“ auf, ein Verweis auf die Suchmaschine von Microsoft als Quelle. Wer die Entwicklertools im Browser öffnet, kann diesen Hinweis selbst nachvollziehen.
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Was in der klassischen Google-Suche längst etabliert ist, setzt sich nun auch bei KI-Antworten durch: die Bewertung von Quellen nach Vertrauenswürdigkeit. Perplexity führt dafür vier Vertrauensstufen ein, die von keiner Auszeichnung bis zur Bestnote „Authoritative“ reichen. Fachspezifische Blogs und Nischen-Websites können sich als „Trusted“ qualifizieren, während anerkannte Autoritäten wie Google-Inhalte die höchste Stufe erreichen. Die Einordnung zeigt, dass EEAT-Signale auch für generative KI-Suchsysteme zunehmend an Bedeutung gewinnen.
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Die Anforderungen an die Suchmaschinenoptimierung (SEO) für Blogs und Content-Plattformen haben sich mit der Verbreitung KI-basierter Suchfunktionen (wie Google AI Overviews und AI Mode) grundlegend verändert. Die rein mechanischen SEO-Taktiken der Vergangenheit, wie das sture Anstreben einer hohen Wortzahl, das Anhäufen von Schlüsselwörtern oder die künstliche Aktualisierung von Daten („Fake Freshness“), verlieren zunehmend an Wirksamkeit.
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Im Rahmen der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse (Q2 2026) gab Alphabet bekannt, dass die Werbefunktion AI Max für Suchkampagnen offiziell die Beta-Phase verlassen hat. Laut Philipp Schindler, Senior Vice President und Chief Commercial Officer bei Google, nutzen bereits über 500.000 Werbetreibende diese Technologie. Das System ermöglicht es Google, Anzeigen für äußerst komplexe und lange Suchanfragen zu schalten, die bisher durch die herkömmliche Ausrichtung auf Suchbegriffe nicht effizient abgedeckt werden konnten.
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Große Sprachmodelle (LLMs) wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity stützen sich bei der Generierung von Antworten auf ein strukturiertes Verständnis von Entitäten. Daher reicht es im Zeitalter der KI für Unternehmen nicht mehr aus, sich nur anhand von Schlüsselwörtern zu positionieren – was wirklich zählt, ist, wie genau KI-Systeme die eigene Marke, die Produkte und die Kernkompetenzen als eigenständige Entität erfassen und klassifizieren.
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