Seokratie prüft GEO-Rankingfaktoren an mehr als 240 Quellen
Für Unternehmen, die in KI-Antworten genannt werden möchten, ist eine Frage entscheidend: Welche Maßnahmen lohnen den Aufwand? GEO (Generative Engine Optimization), also die Optimierung von Inhalten für KI-Systeme, ist ein noch junges Feld, in dem sich Belege nur schwer von Vermutungen unterscheiden lassen. Der LinkedIn-Beitrag von Julian Dziki bewertet daher jeden Faktor nach der Stärke seiner Datenlage. So erkennen Unternehmen, wo sich ihr Budget am ehesten auszahlt.
Als Datenbasis dienten:
- Offizielle Angaben von Google, OpenAI, Microsoft, Anthropic und Perplexity
- Studien
- Datenanalysen von Ahrefs, SISTRIX und Semrush
Das Team hat die wichtigsten Kennzahlen mit den Primärquellen abgeglichen.
Die stärksten Belege sprechen für klassisches SEO
Die vier am besten belegten Faktoren gehören zum Handwerkszeug der Suchmaschinenoptimierung:
- KI-Crawler zulassen: Crawler sind Programme, die Websites automatisiert durchsuchen. Sperrt eine Website entsprechende KI-Crawler aus, bleiben ihre Inhalte für KI-Systeme unsichtbar.
- Inhalte ohne JavaScript ausliefern: Der Text steht direkt im HTML-Code und wird nicht erst per JavaScript nachgeladen.
- Indexiert sein: Die Suchmaschine hat die Seite in ihr Verzeichnis aufgenommen.
- In der klassischen Suche ranken: Die Seite erreicht gute Platzierungen für die richtigen Nutzerfragen.
Laut Dziki unterschätzen Unternehmen diese Grundlagen am häufigsten, insbesondere JavaScript. Die meisten KI-Crawler führen es nicht aus und erfassen daher nachgeladene Inhalte gar nicht. Das erste GEO-Potenzial liegt damit oft in einem technischen Check der bestehenden Seiten.
Überbewertet: KI-gerechtes Umschreiben, llms.txt und Schema-Markup
Einige populäre GEO-Maßnahmen bewirken deutlich weniger als ihr Ruf:
- Textumschreibungen im Stil einer KI-Antwort: In einem begutachteten Experiment war dies nur in 3 von 54 Szenarien wirksam.
- llms.txt: Diese Textdatei soll KI-Systemen einen Überblick über die wichtigsten Inhalte verschaffen. 97 Prozent der untersuchten Dateien verzeichneten in einem Monat keinen einzigen Abruf.
- Schema-Markup: Diese strukturierten Daten beschreiben den Seiteninhalt in einem maschinenlesbaren Format. Ein messbarer Effekt auf Zitate in KI-Antworten zeigt sich nicht.
Schaden richten llms.txt und Schema-Markup nicht an, sie sind aber keine entscheidenden Hebel. Im Gegensatz dazu macht ein einfacher Schritt tatsächlich einen Unterschied: relevante Inhalte weiter oben auf der Seite zu platzieren. Die Reihenfolge lautet also: Machen Sie sich zunächst auffindbar, verfeinern Sie dann den Text.
Markenerwähnungen haben mehr Gewicht als Backlinks
Für die Sichtbarkeit in den AI Overviews zählt vor allem die Präsenz auf anderen Websites:
- Markenerwähnungen im Web: Korrelationswert von 0,66
- Backlinks: Korrelationswert von 0,22
Der Korrelationswert misst, wie eng zwei Variablen miteinander zusammenhängen. Je näher er bei 1 liegt, desto stärker ist der Zusammenhang. Sichtbarkeit in AI Overviews hängt also vor allem damit zusammen, was andere Websites über ein Unternehmen schreiben.
Im deutschen B2B-Umfeld hebt Dziki kleine Fachzeitschriften hervor. Seiner Einschätzung nach beeinflussen diese maßgeblich, welche Anbieter KI-Systeme nennen, vermutlich ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein. Die Fachpresse wird somit zu einem wichtigen Baustein der GEO-Strategie.
Die Datenlage gibt eine Richtung vor, aber keine Garantie
Dziki ordnet die Ergebnisse selbst kritisch ein:
- Die meisten Studien stammen von Tool-Anbietern.
- Sie messen Korrelationen, keine Ursachen.
- Die Daten stammen überwiegend aus den USA, eigene Datensätze für Deutschland gibt es kaum.
Sein Fazit ist dennoch klar: Solides SEO bildet die Grundlage, GEO geht noch einen Schritt darüber hinaus. Sichtbarkeit in KI-Systemen entsteht durch Qualität, nicht durch Tricks.
Was die Analyse für uns bedeutet
Die Analyse bestätigt auch unseren Ansatz: GEO ersetzt SEO nicht, sondern baut darauf auf. Bevor Unternehmen in neue Formate oder Dateien investieren, lohnt es sich, einen Blick auf die Grundlagen zu werfen: Können KI-Crawler auf die Inhalte zugreifen, und erscheinen die wichtigsten Seiten in der klassischen Suche? Darauf aufbauend zählt die Sichtbarkeit außerhalb der eigenen Website, etwa in Fachmedien. Als GEO-Agentur kombinieren wir technische Suchmaschinenoptimierung, Content und digitale PR und unterstützen Sie dabei, in Google und in KI-Systemen wie ChatGPT und Gemini sichtbar zu werden.
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Quelle:
Julian Dziki auf LinkedIn: Was muss ich tun, damit ChatGPT, Gemini oder Googles AI Overviews mein Unternehmen nennen?
https://www.linkedin.com/posts/julian-dziki_was-muss-ich-tun-damit-chatgpt-gemini-oder-share-7516391020205400065-sSTj/


