Bescherung und UX? – 5 Prinzipien vom Weihnachtsmann für eine gelungene User Experience

Christkindlesmärkte, Lichter, Plätzchen und Bescherung – für viele Menschen ist die Weihnachtszeit die schönste Zeit des Jahres. Während sich die Weihnachtsenthusiasten schon mal in Stimmung bringen und mit dem passenden Adventskalender und festlichem Dekor ausstatten, laufen die Vorbereitungen beim Weihnachtsmann und seinem Team bereits auf Hochtouren. Damit die Wünsche aller Kinder rechtzeitig und effizient erfüllt werden können, braucht es einen wasserdichten Plan – genauso wie bei der Entwicklung einer guten User Experience.

Die Tricks des Weihnachtsmanns und wie wir sie nutzen können

Dass die Methoden des Weihnachtsmannes und solche zur Entwicklung einer guten User Experience auf den ersten Blick nicht viel miteinander zutun haben, täuscht. Der Weihnachtsmann ist ein geschickter User Experience Designer, wenn es um das Koordinieren und Zustellen individueller Geschenke für die unterschiedlichsten Wünsche geht. Dazu haben wir seine Abläufe genauer unter die Lupe genommen und festgestellt, dass sich einige Prinzipien auch auf Projekte, bei denen nutzerzentrierte Konzeption und Entwicklung gefragt sind, übertragen lassen. Im Folgenden haben wir 5 seiner Tipps für eine erfolgreiche UX zusammengestellt.

1. Definiere deine Zielgruppe und relevante Randdaten

Der Weihnachtsmann weiß ganz genau, wer seine User sind und wie sie ticken. Er kennt jedes Kind rund um den Globus sowie das was es ausmacht.

In einem Projekt ist nicht jeder User individuell greifbar. Dies wäre bei mehreren Nutzergruppen auch zu kleinteilig. Deswegen erstellt man am besten für jede Gruppe etwa drei bis fünf repräsentative Personas und zwar so detailliert wie möglich. Darauf aufbauend kann anschließend das konkrete Nutzerverhalten deutlich gemacht werden.

Mit Personas, also Profile fiktiver Nutzer, ist die Zielgruppe weniger abstrakt und zeigt verschiedene persönliche Parameter einer Person wie beispielsweise:

  • Ziele und Herausforderungen
  • Wünsche und Ängste
  • (digital) Skills und genutzte Tools
  • kurze Biografie
  • Persönlichkeit
  • demografische Daten

Meistens stehen dabei Wünsche und Ziele der Nutzergruppen im Fokus dieser Methode. Je nach Projekt sollten die Parameter dennoch individuell angepasst und relevante Informationen ergänzt werden. Oft ist es hilfreich, ein beispielhaftes Foto der Person hinzuzufügen, um den Steckbrief zu komplettieren.

Eine Gruppe von Kindern spielt im Schnee
Kinder spielen im Schnee

2. Sammle Daten deiner User und werte sie aus

Wie kann der Weihnachtsmann so genau wissen, was die Kinder brauchen bzw. was sie sich wünschen? Dazu nutzt er ein Vorgehen, welches in der Welt des UX-Design Gang und gebe ist – das sammeln von Daten. Nicht nur befragt er seine Zielgruppe zu ihren Wünschen oder Hobbys, sondern liest auch alle eingegangenen Briefe. Um die Produktion der Geschenke so effizient wie möglich durchzuführen, kann er nun die ausgewerteten Daten nach unterschiedlichen Kriterien sortieren.

Simple Methoden wie Onlineumfragen oder Interviews helfen, bestimmte Funktionen oder Stationen eines Projekts zu testen sowie den Bedürfnissen der künftigen Nutzerinnen und Nutzer auf den Grund zu gehen. Damit lässt sich feststellen, ob ein bestimmter Ablauf oder die Nutzung eines Features wie geplant erfolgt.

Weihnachtsmann befragt Kinder
Weihnachtsmann befragt Kinder

3. Verstehe den Alltag und das Verhalten deiner Zielgruppe

Nicht umsonst hat der Weihnachtsmann seine helfenden Elfen. Unter anderem unterstützen sie ihn dabei, mehr über den Alltag eines jeden Kindes zu erfahren. Um ein authentisches Ergebnis zu erhalten, gilt es unerkannt zu bleiben – keine einfache Aufgabe. Doch auch da haben die Weihnachtsboten einige Tricks, die man sich beispielsweise für die Konzeption von Apps oder Web-Projekten zunutze machen kann.

Diese qualitative (Forschungs-)Methode erinnert an das sogenannte Shadowing, eine Technik auf dem User-Research Bereich. Wie der Name schon verrät, geht es dabei um das unbemerkte Beobachten einer Testperson. Man wird sozusagen zu dessen Schatten und begleitet sie bei bestimmten Tätigkeiten oder der Nutzung eines Produkts.

Beim Prozess des Shadowing sollte der oder die Beobachter:in...

  • → zu Beginn festlegen was er oder sie erfahren möchte (Hypothesen aufstellen).
  • → nicht eingreifen und keine Fragen stellen.
  • → das Vorgehen des Users für die spätere Auswertung festhalten (z. B. mit Notizen oder Aufnahmen).
  • → optional ein einführendes oder abschließendes Interview halten.
Kind liest ein Buch
Die Welt und Gedanken eines Kindes

4. Spiele unterschiedliche Szenarien durch

Alle Daten sind geordnet, die persönlichen Weihnachtsgeschenke im Schlitten und die Rentieren eingespannt – die lang ersehnte Bescherung kann endlich kommen! Doch der Weihnachtsmann weiß genau, dass die Zustellung ihre Tücken hat. Damit unvorhersehbare Probleme, wie beispielsweise ein zu kleiner Kamin, die rechtzeitige Auslieferung nicht gefährden, bereiten sich er und seine Helfer:innen entsprechend vor.

Ähnliches gilt beim Optimieren der User Experience Pain Points frühzeitig zu erkennen, priorisieren und eliminieren. Solche Usability-Probleme können beispielsweise Sackgassen beim Klicken oder ein bestelltes Produkt, auf dessen Lieferung man Monate lang warten muss. Damit den Nutzer:innen solche unliebsame Erlebnisse erspart bleiben hilft es geeignete Testing-Szenarien durchzuspielen. Einige davon sind:

  • A/B-Testing
  • User-Stories
  • Prototypen entwickeln und testen
  • Eyetracking
Weihnachtsmann steckt kopfüber im Kamin

5. Stelle sicher, dass dein Schaffen unbemerkt bleibt

Geschafft! Endlich liegen die Geschenke sicher und pünktlich zum Fest unter jedem Weihnachtsbaum. Wie immer gelingt es dem Weihnachtsmann, seine Mission unbemerkt und ungesehen abzuschließen. Seine User, also alle Kinder rund um den Globus, finden genau das Geschenk, was sie sich gewünscht haben an Heiligabend vor. Die Freude ist groß, das Fest ein Erfolg.

Und welche Lehre kann man daraus für das Konzipieren einer gute User Experience ziehen? Ganz einfach, denn folgendes gilt: Eine erfolgreiche UX bleibt stets unbemerkt. Ob im Supermarkt, bei Apps oder Webanwendungen – die User wollen schnell und unkompliziert an ihr Ziel gelangen. Genau dabei kommt intuitive User Experience ins Spiel. Im Gegensatz dazu macht sich eine schlechte User Experience, oder aber Dark Patterns bei den Nutzer:innen sofort bemerkbar und führt zu Frustration.

Weihnachtsmann legt Geschenke unbemerkt unter den Christbaum
Weihnachtsmann legt Geschenke unbemerkt unter den Christbaum

All I want for Christmas is U(X)

Auch wenn der Weihnachtsmann als ein wichtiges Symbol des Weihnachtsfestes gilt – eine bedeutende Rolle für die Entwicklung nutzerzentrierter UX-Projekte wird er wahrscheinlich nicht einnehmen. Dennoch zeigt die Planung und Durchführung seiner alljährlichen Weihnachtsmission, wie eine gelungene und zielgruppengerechte User Experience funktionieren kann.

Auch wenn Du bei uns den Weihnachtsmann als UX-Designer nicht entdecken wirst, beraten und unterstützen wir dich gerne individuell bei deinem digitalen Projekt.

Mit unseren Expert:innen im Bereich User Experience, Design und Webentwicklung bringen wir deinen Webauftritt nicht nur in puncto UX in Form, sondern entwickeln auch intuitive Features, eine übersichtliche Struktur und ausgefeiltes Design.

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