Ein Einblick in die Welt von TikTok

Von musical.ly zu TikTok: Nachdem sich die chinesische Karaoke-App musical.ly vor einem Jahr verabschiedet hat, boomt die App heute unter dem Namen TikTok und findet insbesondere bei jungen Menschen großen Anklang. Wer noch nie von dieser App gehört hat oder das soziale Netzwerk noch nie genutzt hat, dem geht es ähnlich wie mir. Nachdem aber selbst die Tagesschau seit Ende November mit einem eigenen Kanal auf TikTok vertreten ist, wollte ich mich selbst von der App überzeugen.

Was ist TikTok eigentlich und wie funktioniert die App?

Mit 63 Millionen Downloads zählt TikTok aktuell zu einer der angesagtesten Apps auf dem Markt. Insbesondere beim Entertainment und der Unterhaltung ist das soziale Netzwerk derzeit auf dem Vormarsch. Ursprünglich war die App zur Lippensynchronisierung für 15-sekündige selbstgedrehte Videos gedacht. Mittlerweile haben User*innen aber die Möglichkeit jegliche Unterhaltungsvideos, die bis zu fünf Minuten lang sind, mit der Community zu teilen. Die Video-Clips können dabei natürlich mit verschiedenen Effekten, Musikschnipseln, Sounds und Filtern individuell in der App gestaltet werden. Die Bedienung von TikTok ist im Gegensatz zu anderen sozialen Netzwerken relativ intuitiv. Wenn die App nach der Installation das erste Mal geöffnet wird, dann werden direkt ganz verschiedene Videos vorgeschlagen. Mit einem Fingerwisch nach oben wird sofort das nächste Video abgespielt. Registrieren müssen sich nur diejenigen, die selbst Videos auf der Plattform teilen möchten oder anderen Benutzern, Sounds und Hashtags folgen wollen.

Wer nutzt die Plattform TikTok?

Außer mir sind weltweit mehr als 500 Millionen Nutzer*innen monatlich auf TikTok aktiv. Die Tendenz ist hier ganz klar steigend – selbst Snapchat und Twitter kommen an diese Nutzerzahlen nicht mehr ran. Wie ich festgestellt habe, zähle ich aber mit über 25 Jahren schon zu den „älteren Mitgliedern“ auf TikTok. Schätzungen zufolge sind 93% der User*innen unter 30 Jahre alt.  Das offizielle Mindestalter für TikTok liegt bei 12 Jahren, der Großteil der Community ist aber zwischen 16 und 24 Jahre alt. Insgesamt werden in Deutschland 6,5 Milliarden Videoaufrufe pro Monat verzeichnet. Deutsche User*innen öffnen die App etwa achtmal am Tag und verbringen im Durchschnitt 39 Minuten pro Tag auf TikTok. Längst sind aber nicht mehr nur private Nutzer*innen auf TikTok aktiv, sondern auch verschiedene Unternehmen und bekannte Marken wie zum Beispiel der FC Bayern, die Tagesschau und Adidas.

Marketing und Werbung auf TikTok – geht das?

Was viele nicht wissen ist, dass TikTok weit mehr als nur ein soziales Netzwerk für kurze Karaoke-Videos ist. Insbesondere für Unternehmen, die eine sehr junge Zielgruppe der „Generation Z“ ansprechen möchten, birgt die Plattform großes Potenzial. Zu besonders geeigneten Marketing-Strategien zählen zum Beispiel Influencer-Marketing oder Hashtag-Challenges. Aber auch für das Social-Recruiting ist TikTok vielversprechend, da Personaler auf diese Art einfach und schnell sehr junge Altersgruppen ansprechen können.

TikTok kann außerdem seit Anfang des Jahres 2019 in Deutschland als Werbeplattform eingesetzt werden. Der Aufbau der Werbekampagnen ist auf TikTok ähnlich organisiert wie auf Facebook. Grundsätzlich sind Kampagnen in Anzeigengruppen gegliedert, denen dann jeweils verschiedene Werbeanzeigen zugeordnet werden können. Auch die Targeting-Möglichkeiten sind fast identisch wie bei Facebook: Demografisches und Interessenspezifisches Targeting ist möglich, sowie auch die Option verschiedene Custom-Audiences zu erstellen. Grundsätzlich können Werbetreibende zwischen Bild- und Video-Anzeigen wählen. Da in Europa aber bisher nur Video-Anzeigen ausgespielt werden, ist die erste Option für deutsche Werbekampagnen noch nicht relevant. Die Performance der Kampagnen lässt sich nach dem Aktivieren der Werbeanzeigen über das Dashboard verwalten.

Fazit: Was denke ich über TikTok?

Wer Spaß an Kreativität und Entertainment hat, ist bei TikTok auf jeden Fall gut aufgehoben. Neben Karaoke und Tanz-Videos erwarten die Nutzer*innen auch lustige Videos von Streichen oder Challenges. Insgesamt wird die Community aber ganz klar von einem sehr jungen Publikum dominiert. Warum die Video-Plattform TikTok gerade bei Jugendlichen so beliebt ist, liegt eigentlich auf der Hand: Die App macht Spaß, ist kostenlos, einfach zu bedienen und ermöglicht grenzenlose Kreativität.

Gerade deshalb bietet das soziale Netzwerk auch für Unternehmen großes Potenzial. Zum einen können sich Unternehmen auf der Plattform gut präsentieren und zum anderen kann TikTok als Werbeplattform genutzt werden. Sicher ist TikTok nicht für jede Marke sinnvoll, aber Unternehmen, die ein sehr junges Publikum erreichen möchten oder auf der Suche nach jungen Mitarbeitern sind, sollten die App auf jeden Fall im Auge behalten.

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